Die Forschung am ESI verfolgt das übergeordnete Ziel, tiefere Einblicke in die Organisation und Funktionsweise des menschlichen Gehirns zu gewinnen und dieses Wissen in Kooperation mit klinisch arbeitenden Forschenden, zum Beispiel der Goethe Universität in Frankfurt, zu nutzen, um die Diagnose und Therapie neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen zu verbessern. Solche Kooperationen bestehen hier etwa mit der Klinik für Psychiatrie und dem Epilepsiezentrum der Klinik für Neurologie.
Unsere Forschung trägt so auch dazu bei, dass wir verstehen, was die Ursachen von neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen wie Schizophrenie, Autismus oder Epilepsie sind. Langfristig können die Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung dazu beitragen, Therapien für Erkrankungen des Gehirns zu entwickeln.
Zu Beginn eines Forschungsvorhabens muss immer die Frage beantwortet werden, welche Methode dafür geeignet ist. Den Wissenschaftler:innen am ESI steht dazu eine breite Auswahl an Methoden zur Verfügung. Dazu zählen zum Beispiel Computersimulationen, nicht-invasive bildgebende Verfahren wie EEG, MEG und MRT bei Menschen, Organoide sowie auch Tierversuche. Ferner besitzt ESI ein sehr leistungsfähiges Rechenzentrum, welches die Forschenden nutzen, um die umfangreichen Datensätze zu analysieren und Computermodelle zu erzeugen.
Grundsätzlich gilt, dass Tierversuche ausschließlich dann eingesetzt werden, wenn andere Methoden nicht geeignet sind.
Es gibt fundamental wichtige Fragestellungen, bei deren Erforschung Tierversuche noch nicht durch andere Methoden ersetzt werden können, so zum Beispiel bei der Erklärung, wie die Signalübertragung im Gehirn auf Zellebene funktioniert. Neben der Erklärung grundlegender Hirnfunktionen tragen diese Erkenntnisse auch dazu bei, zu verstehen, welche Störungen die gesunde Funktion des Gehirns beeinträchtigen oder zu Krankheiten führen können.
Immer, wenn Tierversuche eingesetzt werden, entstehen dadurch auch ethische Fragen, die nicht einfach zu beantworten sind. Ziel des ESI ist es, proaktiv und transparent über wissenschaftlichen Fragestellungen, Methoden, Erfolge und Grenzen der Tierforschung zu informieren. Dazu haben wir eine eigene Transparenzplattform eingerichtet – diese finden Sie hier.
Vielen Dank für Ihr Interesse, am ESI mitzuarbeiten. Wir freuen uns auf ihre Bewerbung als …